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Professionelle Fotos für Social Media mit dem Smartphone: So erstellst du für dein Unternehmen beeindruckende Bilder

Du brauchst keine teure Kamera, um auf Social Media mit starken Bildern zu überzeugen. Dein Smartphone reicht völlig, wenn du weißt, wie.

In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du mit einfachen Mitteln und ein bisschen Know-how beeindruckende Fotos für dein Unternehmen machst.

Was man alles beim Fotografieren mit dem Smartphone beachten sollte.
Hintergrundwissen zu den Themen Bildkomposition, Tiefenschärfe und mehr.
Praktische Checkliste für den perfekten Überblick.

Inhaltsverzeichnis

Was muss ich bei meinem Smartphone einstellen?

Es gibt einen kleinen Unterschied zwischen einem Android Smartphone und einem Apple iPhone. Bei einem Android Smartphone gibt es meistens einen „Pro“-Modus, bei dem du mehrere Einstellungen tätigen kannst. Zum Beispiel kannst du ISO-Wert, Verschlusszeit, Weißabgleich oder Fokus manuell anpassen. Das ermöglicht dir eine präzisere Kontrolle über die Bildgestaltung. iPhones haben diesen Modus nicht standardmäßig integriert, dafür kannst du dir aber eine eigene App (z. B. die „Blackmagic Camera“-App oder „Halide“) herunterladen, die dir ähnliche Profi-Funktionen bietet.

Grundsätzlich solltest du bei allen Geräten die höchste Auflösung aktivieren, das Raster für die Bildkomposition einschalten und gegebenenfalls den RAW-Modus nutzen, wenn du deine Fotos später professionell bearbeiten möchtest. Auch der HDR-Modus (High Dynamic Range) kann bei kontrastreichen Szenen hilfreich sein, um Details in hellen und dunklen Bildbereichen besser darzustellen.

Wir haben dir alle Smartphone-Settings einer Checkliste zusammengefasst, damit du immer alles im Blick hast. Lade dir jetzt unsere kostenlose Checkliste herunter, damit du auch beim nächsten Fotoshooting top informiert bist.

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Die Grundlagen: Worauf muss ich achten?

Bevor wir uns mit einzelnen Kameraeinstellungen beschäftigen, lohnt sich ein Blick auf die fotografischen Grundlagen. Denn selbst die besten technischen Einstellungen bringen wenig, wenn Licht, Perspektive oder Bildaufbau nicht stimmen. Wer diese Basics beherrscht, holt aus jedem Smartphone deutlich mehr heraus.

Licht

Das Licht ist beim Fotografieren nahezu das Wichtigste. Wenn möglich immer bei gutem Tageslicht aufnehmen, dunkle Ecken so gut es geht vermeiden. Beachte, dass Personen immer gut ausgeleuchtet sind und keine harten, unvorteilhaften Schatten im Gesicht haben.

Perspektive

Überlege dir im Vorhinein, aus welcher Perspektive du ein Foto aufnehmen willst. Die Normalsicht imitiert die natürliche Wahrnehmung, die Untersicht (z.B.: Froschperspektive) lässt Objekte größer/höher bzw. mächtiger erscheinen und die Aufsicht (z.B.: Vogelperspektive) lässt Objekte kleiner wirken und zeigt viel von der Umgebung.

Bildkomposition

Wie du die Bildkomposition aufbaust, hängt von der Art deines Fotos ab, hier kann man nicht pauschal sagen, was am besten passt. Der goldene Schnitt, die Drittelregel, Führungslinien, Umrahmungen oder Symmetrien helfen dir Spannung in deinen Bildern aufzubauen.

Goldener Schnitt
Drittelregel
Führungslinien

Hintergrund

Achte auch immer auf den Hintergrund. Sind Objekte im Bild, die stören (z.B. unaufgeräumter Arbeitsplatz) oder die ich nicht zeigen sollte (z.B. geheime Kundendaten)? Lenkt der Hintergrund zu sehr von meinem Objekt im Vordergrund ab?

Tiefenschärfe

Um mehr Spannung in ein Bild zu bringen, nutzen Fotografen häufig die Tiefenschärfe (auch Schärfentiefe genannt) als Stilmittel. Wenn du bei deinem Smartphone die Blende manuell einstellen kannst, versuche mal einen niedrigen Wert zu wählen (z.B. 1.8), dann erscheint dein Objekt im Vordergrund scharf und der Hintergrund unscharf. So bekommst du mehr Tiefe in dein Bild und es wirkt interessanter und professioneller. Wenn du dir zusätzlich noch eine 3. Bild-Ebene erstellst, z.B. den Teil einer Pflanze oder Person im näheren Vordergrund, wird diese vorderste Ebene extrem unscharf und sorgt so für noch mehr Tiefe.

saubere Kamera

Oft befinden sich auf der Handykamera Fingerabdrücke oder Staubpartikel. Im Idealfall reinigst du sie vor der Benutzung mit einem Mikrofasertuch, wenn du das nicht hast, reicht aber auch ein Taschentuch oder der Ärmel deines Shirts.

Kameraeinstellungen kurz erklärt

Klingt technisch? Ist es aber nicht. Viele Kameraeinstellungen auf dem Smartphone sind schnell erklärt und machen einen riesigen Unterschied. Wenn du weißt, wofür sie da sind, hast du die volle Kontrolle über deine Bilder.

Belichtung

Steuert, wie hell oder dunkel das Bild wird. Du kannst sie bei den meisten Smartphones anpassen, indem du direkt in der Kamera-App nach oben oder unten wischt. Ideal, wenn das Bild zu dunkel oder zu hell ist.

Fokus

Bestimmt, was im Bild scharf ist. Tipp einfach auf den Bereich, der klar erkennbar sein soll – zum Beispiel ein Gesicht oder ein Produkt.

Weißabgleich

Sorgt dafür, dass Farben natürlich aussehen – z. B. dass Weiß wirklich weiß ist. Die meisten Kameras passen das automatisch an, bei anderen kannst du es selbst einstellen (z. B. „Tageslicht“, „Kunstlicht“).

ISO-Wert

Regelt, wie lichtempfindlich die Kamera ist. Niedriger ISO-Wert (z. B. 100) = bessere Bildqualität bei viel Licht. Hoher ISO-Wert (z. B. 800) = heller bei wenig Licht, aber oft mit mehr Bildrauschen.

Verschlusszeit (Shutter Speed)

Gibt an, wie lange Licht auf die Kamera trifft. Kurze Zeit (z. B. 1/1000 Sekunde) für bewegte Motive, längere Zeit (z. B. 1/30 Sekunde) für mehr Licht bei ruhigen Motiven, aber Vorsicht: Verwacklungsgefahr!

Bildformat & Auflösung

Wähle möglichst die höchste Auflösung für scharfe Bilder. Das Bildformat (z. B. 4:3 oder 16:9) entscheidet, wie breit das Foto wirkt – für Instagram oft ideal: Hochformat 4:5.

Blende

Die Blende bestimmt, wie viel Licht durch das Kameraobjektiv fällt, vergleichbar mit der Pupille im Auge. Eine große Blendenöffnung (z. B. f/1.8) lässt viel Licht durch, eine kleine Öffnung (z. B. f/16) nur wenig. Eine weit geöffnete Blende erzeugt den beliebten Effekt, bei dem das Motiv im Vordergrund scharf ist und der Hintergrund verschwimmt. Sie ist zwar nicht bei allen Smartphones manuell einstellbar, aber oft gibt es einen „Porträtmodus“, der einen ähnlichen Effekt erzielt.

Damit du auch beim Fotografieren nichts vergisst haben wir dir alle Tipps und Tricks zu Licht und Bildaufbau als Checkliste kompakt zusammengeschrieben.

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Was sind Stockbilder und wie verwende ich sie?

Auch mit dem besten Smartphone und etwas Übung lassen sich nicht immer alle Motive selbst umsetzen. In manchen Situationen ist es schlicht zu aufwändig oder organisatorisch nicht möglich, die benötigten Fotos eigenständig aufzunehmen. Genau dann kommen Stockbilder ins Spiel.

Stockbilder sind vorproduzierte Fotos (vom englischen Wort stock = Vorrat), die du online erwerben oder kostenlos nutzen kannst. Wichtig dabei ist, dass lizenzfrei nicht automatisch kostenlos bedeutet.

Der große Vorteil ist, dass du schnell Zugriff auf eine riesige Bildauswahl hast. Nämlich genau dann, wenn du sie brauchst. Zudem ist die Qualität meist hoch, während der Aufwand gering bleibt.

Allerdings sind Stockbilder nicht exklusiv. Dieselben Motive können auch bei anderen Unternehmen auftauchen. Werden sie zu häufig oder unüberlegt eingesetzt, wirkt der Auftritt schnell austauschbar und verliert an Persönlichkeit.

Unser Tipp ist daher Stockfotos gezielt einzusetzen, etwa für kurzfristige Posts, Blogbeiträge oder Inhalte, bei denen eine Eigenproduktion mit den vorhandenen Mitteln nicht sinnvoll umsetzbar ist.

Stockplattformen

Stockplattformen arbeiten mit unterschiedlichen Preismodellen. Einige bieten kostenlose Bilder an, andere setzen auf Abonnements, Bildpakete oder Einzelkäufe.

Kostenlose Plattformen eignen sich gut für einfache Inhalte oder ergänzende Visuals, erfordern aber etwas mehr Sorgfalt bei der Auswahl. Bezahlte Anbieter punkten dafür oft mit höherer Qualität, besserer Verschlagwortung und rechtlicher Absicherung. Das ist besonders interessant für Unternehmen mit regelmäßigem Content-Bedarf.

Je nach Budget, Anspruch und Einsatzzweck kommen unterschiedliche Anbieter infrage. Zu den bekanntesten zählen unter anderem:

  • Adobe Stock
  • Shutterstock
  • iStock
  • Envato
  • Pexels
  • Pixabay
  • Freepik
  • Unsplash

Lizenzen

Beim Einsatz von Stockbildern spielen Nutzungsrechte eine zentrale Rolle. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen lizenzfreien und lizenzpflichtigen Bildern.

Lizenzfrei bedeutet nicht automatisch kostenlos. Vielmehr zahlst du einmalig oder über ein Abo und darfst das Bild anschließend mehrfach verwenden. Zum Beispiel auf Social Media, deiner Website oder in Blogbeiträgen. Einschränkungen gibt es meist bei sehr großen Auflagen oder beim Weiterverkauf.

Lizenzpflichtige Bilder werden oft für einen bestimmten Zweck, Zeitraum oder Kanal lizenziert. Sie bieten manchmal mehr Exklusivität, sind dafür aber auch genauer geregelt und meist etwas teurer.

Wichtig ist in jedem Fall:

Nutzungsbedingungen immer genau prüfen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Dabei geht es vor allem darum, ob die abgebildeten Personen oder Objekte für kommerzielle Zwecke verwendet werden dürfen.

Nicht immer ist es sinnvoll oder zeitlich machbar, alle Inhalte selbst zu erstellen. In solchen Fällen kann professionelle Unterstützung helfen. Unser Content-Creation-Team unterstützt Unternehmen dabei, hochwertigen visuellen Content für ihren Online-Marketing-Auftritt zu entwickeln, abgestimmt auf Marke, Zielgruppe und Einsatzbereich.

Dies tun wir nicht nur indem wir Content für diverse Unternehmen entwerfen, erstellen und ausspielen. Wir bieten neuerdings auch Social Media Content Creation Schulungen an. Dies ermöglicht Unternehmen, die regelmäßig selbst Content aus ihrem Arbeitsalltag posten möchten das zu optimieren und einen professionellen Auftritt zu erstellen. Diese Schulungen umfassen grundlegende Inhalte aus den Bereichen Online Marketing und Content Creation, um die Erstellung hochwertiger Inhalte mit einer zielgruppenrelevanten Strategie zu verbinden.

Du willst beim Fotografieren nichts vergessen?
Dann lade dir unsere kostenlose Checkliste „Smartphone-Fotografie für Unternehmen“ herunter. Perfekt für den schnellen Überblick – vor dem Shooting oder zwischendurch.

 

Content Creation beim Tourismusverband Attersee-Attergau

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Beim Tourismusverband Attersee-Attergau durften wir genau das machen, was wir lieben: Wissen teilen – und direkt ins Umsetzen kommen.

Los ging’s mit einem Workshop, in dem wir gemeinsam die wichtigsten Basics für starke Smartphone-Aufnahmen erarbeitet haben. Im Zentrum stand dabei natürlich auch die Integration in den allgemeinen Marketing-Auftritt und die Zielgruppenoptimierung. Danach wurde es praktisch. Am Nachmittag starteten wir in die Content Creation und haben gezeigt, wie man mit dem Handy und ein paar clever eingesetzten Tools richtig hochwertige Fotos und Videos produziert, ohne riesiges Equipment, aber mit richtig viel Wirkung.

Content Creation bei Kutsam

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Ähnliches Setup, gleiche Mission: professionellen Content möglich machen, auch ohne Filmteam.

Der Tag startete ebenfalls mit einem Workshop rund um Online Marketing und Content-Grundlagen. Anschließend haben wir gemeinsam mit dem Team ein zuvor von uns entwickeltes Konzept direkt umgesetzt. Natürlich wieder viel mit dem Smartphone, denn genau darum ging es. Content erstellen, der im Alltag realistisch machbar ist, dabei aber trotzdem modern und hochwertig wirkt. Gerade die gezielt geplanten Inhalte, die die Zielgruppe wirklich interessieren, schaffen Aufmerksamkeit und Interesse an den Produkten oder dem Unternehmen.

Wenn du mehr über unsere Leistungen oder Projekte sehen willst, wir haben dir die wichtigsten Seiten verlinkt. Dort findest du alles auf einen Blick.

Wenn du allgemein Fragen hast oder zeitnah neuen Content für deine Kanäle benötigst, melde dich gerne direkt bei uns.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich ein teures Smartphone, um gute Fotos zu machen?

Nein! Moderne Mittelklasse-Smartphones bieten bereits starke Kameras, mit denen du beeindruckende Ergebnisse erzielen kannst. Entscheidend sind vor allem Licht, Bildkomposition und die richtige Nachbearbeitung.

Wie hilft mir das Raster in der Kamera-App?

Das Raster zeigt dir Hilfslinien an, mit denen du den „Goldenen Schnitt“ oder die „Drittelregel“ anwenden kannst. So gelingen dir ausgewogene, professionell wirkende Bildkompositionen – ohne zusätzlichen Aufwand.

Welche kostenlosen Apps eignen sich zur Bildbearbeitung?

Beliebte kostenlose Tools sind z. B. Snapseed, Lightroom Mobile (Free-Version) oder VSCO. Sie bieten zahlreiche Funktionen, um Belichtung, Kontrast, Farben und Schärfe gezielt zu optimieren. Oft gibt es kostenlose Presets (vordefinierte Einstellungen, sozusagen „Filter“) zum Downloaden, die deinen Bildern einen eigenen Look verleihen.

Sollte ich Filter verwenden oder lieber auf natürliche Bearbeitung setzen?

Dezent eingesetzte Filter können den Stil deiner Marke unterstreichen. Für einen professionellen Look solltest du aber auf natürliche Bearbeitung achten, um Authentizität und hohe Qualität zu vermitteln. Hier gilt: weniger ist mehr!

Welches Bildformat eignet sich für Instagram, Facebook & Co.?

Für Instagram funktionieren Hochformat-Bilder (4:5) besonders gut, da sie mehr Bildschirmfläche einnehmen. Facebook bevorzugt Querformate (16:9). Die Content-Formate auf Instagram und Facebook haben finden sich im Detail in unserer Checkliste beschrieben. Wichtig: Immer auf eine ausreichend hohe Auflösung achten.

Jetzt Checkliste herunterladen!

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